ICO Nations Cup Finale 2017

Das Finale des ICO Nations Cups fand in diesem Jahr am 7. Oktober im kroatischen Zabok statt. In einer recht neuen Halle, in der meist Basketball gespielt wird und die sich als sehr guter Spielort herausstellte, empfing Gastgeber Kroatien die Teams aus Slowenien, Tschechen und Deutschland.

Anna Hubert (TSV Poing Speedfires), Sönke Kaatz (Rabbits Buxtehude) sowie Robin Joop (Wobspeeders Wolfsburg) begaben sich am Freitag auf die Reise nach Kroatien, um den Titel aus dem letzten Jahr zu verteidigen. Dass dies nicht leicht werden würde, dessen war man sich ob der kleinen, aber stark besetzten Endrunde sehr bewusst. Und das sollte sich auch gleich im ersten Spiel gegen Tschechien bestätigen.

Sönke siegte zwar deutlich mit 2:0 gegen Pavel Podvolecky, aber sowohl Anna gegen Klara Hladka (1:2) als auch Robin gegen Petr Makrlik (0:2) verloren jeweils ihre Einzel. In den Mixed-Partien spielte Anna zunächst mit Robin gegen Eliška Andrlova und Marcel Patek sowie im Anschluss mit Sönke gegen Klara Hladka und Petr Makrlik. Durch zwei 2:0 Erfolge führte Team Deutschland 3:2, dies wurde aber von Petr Makrlik mit einem 2:0 Sieg gegen Sönke zu einem 3:3 Unentschieden ausgeglichen. Im Spiel Kroatien gegen Slowenien hieß der Sieger Slowenien, mit einem 5:1.

In der zweiten Runde trennten sich Slowenien und Tschechien 3:3, während Deutschland gegen Gastgeber Kroatien antrat. Die ersten 3 Einzel liefen dabei glatt für unsere Spieler: Sönke bezwang Nikola Kučina 2:0, Anna siegte 2:0 gegen Paula Barkovič und Robin ebenfalls 2:0 gegen Dasen Jardas. Durch zwei weitere deutliche 2:0 Siege in den Mixed-Doppeln – Anna mit Robin gegen Paula Barkovič und Nikola Kučina sowie Anna mit Sönke gegen Zrinka Jagičić und Dasen Jardas – stand es vorm dem abschließenden Einzel der beiden „Einser“ bereits 5:0 und Deutschland somit als Sieger dieser Partie fest. Dasen Jardas konnte das Endergebnis schließlich mit einem 2:0 Sieg über Sönke auf 5:1 korrigieren.

Mit Slowenien gegen Deutschland gab es abschließend ein echtes Endspiel, da der Sieger der Partie auch Gesamtsieger werden würde. Bei einem Unentschieden zwischen Slowenien und Deutschland sowie einem 6:0 Sieg der Tschechen über Kroatien wäre sogar ein Gesamtsieg für Tschechien noch möglich gewesen; diese Partie endete allerdings 4:2 für Tschechien, so dass als Sieger nur noch Slowenien und Deutschland in Frage kamen. Bei einem Unentschieden hätten wieder einmal Sätze oder möglicherweise sogar Punkte gezählt werden müssen, dazu kam es aber letztlich nicht.

Sönke konnte gegen Robi Titovšek mit 2:0 gewinnen, Anna gegen Jasmina Keber sowie Robin gegen Samo Lipušček beide aber leider keinen Satz holen, was einen 1:2 Zwischenstand bedeutete. Die Weltmeisterin von 2013 und 2015, Jasmina Keber, sollte schließlich – wie 2 Jahre zuvor im Finale zwischen Deutschland und Slowenien in Paris – erneut mit 3 beigesteuerten Punkten Matchwinner werden, denn beide Mixed-Doppel (Anna mit Robi gegen Jasmina und Robi Titovšek sowie Anna mit Sönke gegen Jasmina und Samo Lipušček) gingen mit 2:0, wenn auch jeweils sehr knapp vom Ergebnis, an Slowenien. Der Sieger stand damit fest: Slowenien gewann nach 2013 und 2015 zum dritten Mal den ICO Nations Cup.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser starken Leistung. Gratulation aber besonders auch an Tschechien, die Zweiter wurden und dieses Jahr vom Außenseiter zu einem starken Mitkonkurrenten avancierten, was in erster Linie Petr Makrlik geschuldet ist, der seit diesem Jahr auf der Tour unterwegs ist. Kroatien besetzt den 4. Platz, dies aber eben hinter 3 starken Konkurrenten. Unser herzlicher Dank gilt den Kroaten natürlich für die tolle Organisation und Durchführung des Endturniers.

Deutschland wird nach 3x Platz 2 und Platz 1 im vergangenen Jahr erstmalig Dritter, dies wohl sehr knapp und in einem sehr stark besetzten Finale. Nur ein Sieg mehr hätte Platz 1 oder 2 bedeuten können.

War Team Deutschland in den Vorjahren durch die jeweiligen Ergebnisse bei den Finalturnieren automatisch fürs Finale im Folgejahr gesetzt, wird es sich 2018 erst qualifizieren müssen. Dies sollte genügend Ansporn für die neue Saison sein.

Zu diskutieren wird noch sein, wie mehr Nationen motiviert werden können, den zeitlichen und monetären Aufwand zu betreiben, am Nations Cup teilzunehmen. Matjaž Šušteršič, Präsident des ICO und Verantwortlicher für den Nations Cup, hat diese Diskussion angekündigt.